Allgemeine Geschäftsbedingungen für Partnerbetriebe
Stand: Oktober 2026
Diese AGB gelten für Heizungsbaubetriebe, die das Partnerportal von Wärmekompass nutzen. Für Hausbesitzer gelten die Nutzungsbedingungen für Hausbesitzer.
§ 1 Anbieter, Geltungsbereich
- Anbieter ist Matteo Radogna, Matteo Radogna Webdesign, Vorderer Kamp 46, 25479 Ellerau, E-Mail: info@wärmekompass.de, tätig unter der Bezeichnung „Wärmekompass“ (im Folgenden „Anbieter“).
- Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung des Partnerportals unter wärmekompass.de/heizungsbauer zwischen dem Anbieter und dem registrierten Betrieb (im Folgenden „Partnerbetrieb“).
- Das Partnerportal steht ausschließlich Unternehmern im Sinne von § 14 BGB offen, die gewerblich im Bereich Heizung, Sanitär oder Wärmepumpen tätig sind. Verbraucher können sich nicht registrieren.
- Abweichende Geschäftsbedingungen des Partnerbetriebs gelten nicht, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 2 Registrierung und Vertragsschluss
- Mit der Registrierung im Partnerportal gibt der Betrieb ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags zu diesen AGB ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter den Zugang freischaltet. Ein Anspruch auf Freischaltung besteht nicht.
- Der Anbieter kann vor der Freischaltung Nachweise verlangen, insbesondere einen Gewerbe- oder Handelsregisterauszug, die Eintragung in die Handwerksrolle und den Nachweis einer bestehenden Betriebshaftpflichtversicherung.
- Die bei der Registrierung gemachten Angaben müssen zutreffen. Ändern sie sich, insbesondere Firmenname, Anschrift, E-Mail-Adresse oder Einsatzgebiet, aktualisiert der Partnerbetrieb sie unverzüglich oder teilt sie dem Anbieter mit.
- Zugangsdaten sind geheim zu halten und dürfen nur von Mitarbeitern des Partnerbetriebs genutzt werden. Der Partnerbetrieb informiert den Anbieter unverzüglich, wenn er einen Missbrauch seines Zugangs vermutet. Handlungen über seinen Zugang muss er sich zurechnen lassen, soweit er den Missbrauch zu vertreten hat.
§ 3 Leistungen des Anbieters
Das Partnerportal umfasst zwei Arten von Anfragen:
- Rechner-Anfragen. Hausbesitzer, die den Wärmepumpen-Rechner nutzen und eingewilligt haben, erscheinen im Portal mit Postleitzahl, Objektdaten und Eingangsdatum, jedoch ohne Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Der Ablauf ist:
- Übernehmen: Der Partnerbetrieb reserviert eine Anfrage. Das ist kostenlos und unverbindlich; mehrere Betriebe können dieselbe Anfrage übernehmen.
- Angebot abgeben: Der Partnerbetrieb füllt das Angebotsformular aus. Der Anbieter sendet die Angaben mit dem Firmennamen des Betriebs per E-Mail an den Kunden.
- Annahme durch den Kunden: Nimmt der Kunde das Angebot über unsere Website an, ist die Anfrage für andere Betriebe vergeben.
- Kauf und Freischaltung: Der Anbieter prüft die Annahme und bestätigt den Kauf. Erst damit erhält der Partnerbetrieb Name, E-Mail-Adresse und – falls angegeben – Telefonnummer des Kunden (im Folgenden „vermittelter Kontakt“).
- Angebotsanfragen. Hausbesitzer, die über die Seite „Angebot anfragen“ anfragen, werden den Partnerbetrieben zugeordnet, in deren Einsatzgebiet die Postleitzahl liegt (§ 6). Der Partnerbetrieb kann ein Angebot abgeben, das der Anbieter mit Firmenname und Kontaktdaten des Betriebs an den Kunden sendet. Die Kontaktdaten des Kunden gibt der Anbieter dabei nicht weiter.
- Rechner-Anfragen sind höchstens 90 Tage nach Eingang sichtbar, Angebotsanfragen bis zum Ablauf nach 90 Tagen oder bis der Anbieter sie früher schließt.
- Der Anbieter schuldet die Bereitstellung des Portals und die Vermittlung von Kontakten, keinen Vertragsschluss mit dem Kunden. Er übernimmt keine Gewähr dafür, dass Anfragen in einer bestimmten Anzahl oder Region eingehen, dass ein Kunde ein Angebot annimmt oder dass es zu einem Auftrag kommt. Die Angaben der Kunden zu ihrem Gebäude prüft der Anbieter nicht.
- Der Anbieter wird nicht Partei des Vertrags zwischen Partnerbetrieb und Kunde. Die Annahme über die Website bedeutet nur, dass der Kunde die Kontaktaufnahme durch den Betrieb wünscht; sie ist noch kein Auftrag.
§ 4 Vergütung und Zahlung
- Registrierung, Übernehmen von Anfragen und die Abgabe von Angeboten sind kostenlos. Die Nutzung der Angebotsanfragen (§ 3 Nr. 2) ist derzeit ebenfalls kostenlos.
- Für jeden vermittelten Kontakt aus einer Rechner-Anfrage zahlt der Partnerbetrieb die Vergütung aus der Preisliste, die ihm der Anbieter vor der Freischaltung in Textform mitteilt und im Portal anzeigt. Der Anspruch entsteht, sobald der Anbieter den Kauf bestätigt und die Kontaktdaten freigeschaltet hat (§ 3 Nr. 1). Ob der Partnerbetrieb anschließend einen Auftrag erhält, ist für die Vergütung ohne Bedeutung.
- Der Anbieter stellt die Vergütung monatlich oder je vermitteltem Kontakt in Rechnung. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang ohne Abzug zu zahlen. Rechnungen können per E-Mail versandt werden.
- Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG und weist keine Umsatzsteuer aus. Entfällt die Kleinunternehmerregelung, verstehen sich die Preise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer; der Anbieter teilt dies vorher in Textform mit.
- Gerät der Partnerbetrieb in Zahlungsverzug, kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Mahnung bis zum Ausgleich sperren (§ 9). Gesetzliche Verzugszinsen und die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB bleiben vorbehalten.
- Preisänderungen gelten nur für Kontakte, die nach dem Inkrafttreten der neuen Preisliste vermittelt werden, und werden mit einer Frist von mindestens 15 Tagen angekündigt.
§ 5 Reklamation
- Der Partnerbetrieb kann einen vermittelten Kontakt innerhalb von 7 Tagen nach der Freischaltung reklamieren, wenn
- der Kunde über keine der angegebenen Kontaktdaten erreichbar ist, obwohl der Betrieb ihn mindestens dreimal an verschiedenen Tagen zu erreichen versucht hat,
- die Kontaktdaten erkennbar falsch sind oder einer anderen Person gehören, die keine Anfrage gestellt hat, oder
- derselbe Kunde dem Betrieb für dasselbe Gebäude innerhalb der letzten 90 Tage bereits vermittelt wurde.
- Die Reklamation erfolgt per E-Mail an info@wärmekompass.de unter Angabe der Referenznummer und einer kurzen Beschreibung der Kontaktversuche.
- Ist die Reklamation berechtigt, schreibt der Anbieter die Vergütung gut oder erstattet sie. Kein Reklamationsgrund ist insbesondere, dass der Kunde sich gegen einen Auftrag entscheidet, ein anderes Angebot vorzieht oder sein Vorhaben verschiebt.
§ 6 Zuordnung und Reihenfolge der Anfragen
Nach Art. 5 der Verordnung (EU) 2019/1150 („P2B-Verordnung“) beschreibt der Anbieter hier die Hauptparameter, nach denen Anfragen angezeigt werden:
- Rechner-Anfragen sehen alle freigeschalteten Partnerbetriebe gleichermaßen. Sie sind nach Eingangsdatum sortiert, die neueste zuerst. Der Partnerbetrieb kann selbst nach Postleitzahl, Heizungsart und Wohnfläche filtern. Angezeigt werden die Anfragen, die noch nicht an einen anderen Betrieb vergeben sind.
- Angebotsanfragen werden automatisch den Betrieben zugeordnet, die in ihrem Einsatzgebiet eine Postleitzahl mit denselben ersten drei Ziffern hinterlegt haben. Betriebe ohne hinterlegtes Einsatzgebiet erhalten alle Angebotsanfragen. Findet sich kein passender Betrieb, kann der Anbieter eine Anfrage einem Betrieb manuell zuordnen, vorrangig nach räumlicher Nähe.
- Angebote werden dem Kunden in der Reihenfolge ihres Eingangs gesendet. Eine bevorzugte Anzeige oder Zusendung gegen Entgelt gibt es nicht; alle Partnerbetriebe werden nach denselben Regeln behandelt.
§ 7 Pflichten des Partnerbetriebs
- Angebote müssen sich auf die konkrete Anfrage beziehen, nach bestem Wissen erstellt sein und dürfen keine irreführenden Angaben enthalten, insbesondere nicht zu Preis, Leistungsumfang, Förderung oder Garantie. Werbung ohne Bezug zur Anfrage ist nicht erlaubt.
- Der Partnerbetrieb meldet sich innerhalb von 3 Werktagen nach der Freischaltung eines vermittelten Kontakts beim Kunden.
- Der Partnerbetrieb besitzt die für seine Arbeiten erforderlichen Qualifikationen und Eintragungen und hält eine angemessene Betriebshaftpflichtversicherung aufrecht.
- Er ist dafür verantwortlich, dass sein Vertrag mit dem Kunden den gesetzlichen Anforderungen entspricht, insbesondere den Pflichten bei Verbraucherverträgen (z. B. Informationspflichten und Widerrufsrecht).
- Der Partnerbetrieb räumt dem Anbieter das einfache, unentgeltliche Recht ein, die Angaben seines Angebots zu speichern und an den Kunden zu übermitteln.
§ 8 Datenschutz und Umgang mit Kundendaten
- Ab der Freischaltung eines vermittelten Kontakts, und bei Angebotsanfragen ab einer Antwort des Kunden, verarbeitet der Partnerbetrieb die Kundendaten als eigener Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
- Der Partnerbetrieb nutzt die Daten des Kunden ausschließlich, um ihn zu dieser Anfrage zu kontaktieren, ein Angebot zu erstellen und einen daraus entstehenden Auftrag abzuwickeln. Untersagt sind insbesondere die Weitergabe oder der Verkauf an Dritte, die Nutzung für Werbung, Newsletter oder andere Produkte ohne gesonderte Einwilligung des Kunden sowie die Aufnahme in Adresslisten.
- Die Objektdaten im Portal dürfen nur zur Prüfung der Anfrage und zur Erstellung eines Angebots genutzt werden. Es ist untersagt, Anfragen automatisiert auszulesen oder zu kopieren oder zu versuchen, den Kunden vor der Freischaltung auf anderem Weg zu ermitteln.
- Widerruft ein Kunde gegenüber dem Anbieter seine Einwilligung oder verlangt er die Löschung, gibt der Anbieter dies an den Partnerbetrieb weiter, soweit dieser die Daten bereits erhalten hat. Der Partnerbetrieb setzt die Rechte des Kunden in eigener Verantwortung um.
- Verstößt der Partnerbetrieb gegen diesen § 8, stellt er den Anbieter von Ansprüchen Dritter, einschließlich Bußgeldern und angemessener Kosten der Rechtsverteidigung, frei, soweit er den Verstoß zu vertreten hat.
§ 9 Einschränkung und Sperrung des Zugangs
- Der Anbieter kann den Zugang ganz oder teilweise sperren, einzelne Angebote zurückhalten oder den Partnerbetrieb von einzelnen Anfragen ausschließen, wenn
- der Partnerbetrieb gegen §§ 7 oder 8 verstößt,
- er falsche Angaben bei der Registrierung gemacht hat oder geforderte Nachweise nicht vorlegt,
- sich Kunden wiederholt und nachvollziehbar über irreführende Angebote, fehlende Rückmeldung oder unseriöses Verhalten beschweren,
- er mit einer fälligen Zahlung trotz Mahnung im Verzug ist, oder
- der Verdacht eines Missbrauchs des Zugangs besteht.
- Der Anbieter teilt dem Partnerbetrieb die Gründe für eine Einschränkung oder Sperrung spätestens bei ihrem Wirksamwerden per E-Mail mit. Der Partnerbetrieb kann dazu Stellung nehmen; der Anbieter prüft die Stellungnahme und hebt die Maßnahme auf, wenn ihr Grund entfallen ist.
- Kontaktdaten, die der Partnerbetrieb vor der Sperrung erhalten hat, darf er weiterhin nach § 8 nutzen. Bereits entstandene Vergütungsansprüche bleiben bestehen.
§ 10 Laufzeit und Kündigung
- Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit.
- Der Partnerbetrieb kann jederzeit ohne Frist per E-Mail kündigen.
- Der Anbieter kann mit einer Frist von 30 Tagen kündigen und teilt dem Partnerbetrieb dabei die Gründe mit. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt; ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gegen § 8 vor.
- Nach Vertragsende wird der Zugang gesperrt. Die Pflichten aus § 8 und offene Vergütungsansprüche bestehen fort.
§ 11 Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Portals und des E-Mail-Versands, schuldet aber keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten und Störungen bei Hosting- oder E-Mail-Dienstleistern können zu Unterbrechungen führen. Kann ein Angebot nicht zugestellt werden, versucht der Anbieter die Zustellung erneut.
§ 12 Haftung
- Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie.
- Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (einer Pflicht, deren Erfüllung die Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Partnerbetrieb regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf die Summe der Vergütungen, die der Partnerbetrieb in den letzten zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlt hat. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
- Der Anbieter haftet nicht für entgangene Aufträge, für die Richtigkeit der Angaben der Kunden oder für die Zahlungsfähigkeit und das Verhalten der Kunden.
§ 13 Änderungen dieser AGB
- Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Er teilt Änderungen dem Partnerbetrieb mindestens 15 Tage vor ihrem Inkrafttreten per E-Mail mit; bei Änderungen, die umfangreiche Anpassungen des Partnerbetriebs erfordern, entsprechend länger.
- Ist der Partnerbetrieb mit den Änderungen nicht einverstanden, kann er den Vertrag bis zu ihrem Inkrafttreten fristlos kündigen. Nutzt er das Portal nach Inkrafttreten weiter, gelten die geänderten AGB; darauf weist der Anbieter in der Mitteilung hin.
§ 14 Kontakt und Beschwerden
Fragen, Beschwerden und Hinweise auf rechtswidrige Inhalte richtet der Partnerbetrieb an info@wärmekompass.de. Diese Adresse ist zugleich die zentrale Kontaktstelle nach Art. 11 und 12 des Digital Services Act (Sprachen: Deutsch und Englisch). Der Anbieter bearbeitet Beschwerden zeitnah und teilt das Ergebnis per E-Mail mit.
§ 15 Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Ist der Partnerbetrieb Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.
- Erklärungen nach diesen AGB können per E-Mail abgegeben werden, soweit nichts anderes bestimmt ist.
- Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam.